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Syriens Opposition: "Panzer ? Dann kein Dialog"

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Syriens Opposition: "Panzer ? Dann kein Dialog"

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Im blutigen Syrien-Konflikt verhärten sich die Fronten. Sicherheitskräfte hätten in der Stadt Hama seit Donnerstag drei mutmaßliche Regimegegner getötet, berichten Menschenrechtler.

Die Botschafter der USA und Frankreichs waren in die von Panzern umstellte Oppositions-Hochburg gereist, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen – die Regierung von Präsident Baschir al-Assad reagierte empört.

Hama war vor knapp drei Jahrzehnten als mutmaßliches Widerstandsnest von Muslimbrüdern bombardiert worden, schätzungsweise 30.000 Menschen kamen zu Tode. Viele fürchten auch jetzt, dass die Stadt gestürmt wird.

Die Proteste konzentrieren sich zur Zeit außerdem auf die Orte und Regionen Idlib, al Qamishli, Deraa und die Vororte der Hauptstadt Damaskus.

Nach Angaben von Aktivisten demonstrierten landesweit wieder Zehntausende gegen Assad. Viele wollen nicht über über eine neue Verfassung verhandeln, solange sie sich militärisch bedroht fühlen. “Ja zu Hama,” so viele Sprechchöre, “nein zum Dialog.”

Seit Beginn der Protestwelle gegen Assad, der 2000 nach dem Tod seines Vaters, Präsident Hafis al-Assad, an die Macht gekommen war, wurden nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 1700 Menschen getötet.