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US-Arbeitsmarktbericht enttäuschend für Obama

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US-Arbeitsmarktbericht enttäuschend für Obama

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Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt bleibt bedenklich. Im Juni wurden außerhalb der Landwirtschaft nur 18.000 neue Jobs geschaffen – Experten hatten im Vorfeld mit bis zu 120.000 neuen Stellen gerechnet. Insgesamt sind rund 14 Millionen Menschen ohne Arbeit. Die Zahl der Beschäftigten ist so niedrig wie zuletzt im September 2010.

Auch die Entwicklung der Arbeitslosenquote gibt Anlass zur Sorge: Sie stieg im Juni auf 9,2 Prozent, nachdem sie im Mai bei 9,1 Prozent gelegen hatte. Am stärksten betroffen sind junge Menschen: in dieser Bevölkerungsgruppe liegt die Arbeitslosenquote bei 24,5 Prozent.

Für Präsident Barack Obama sind diese Zahlen auch im Hinblick auf den bevorstehenden Präsidentschaftswahlkampf ein Alarmzeichen. “Der Arbeitsmarkbericht bestätigt, was die meisten Amerikaner schon wissen: Wir haben noch immer einen langen Weg vor uns, um den Menschen die Möglichkeiten zu geben, die sie verdienen”, sagte Obama. “Die Probleme in Griechenland und in Europa und auch die Unsicherheit, ob die Schuldengrenze hier in den USA angehoben wird, haben dazu geführt, dass Unternehmen vor großen Investitionen zurückscheuen. Die wirtschaftlichen Herausforderungen, denen wir jetzt gegenüberstehen, sind nicht über Nacht entstanden und sie werden nicht über Nacht gelöst werden.”

Tatsächlich scheint sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder zu verschlechtern: In den Monaten April und Mai wurden noch weit mehr neue Stellen verzeichnet. Die aktuellen Zahlen werden sich voraussichtlich auch bremsend auf den Konsum auswirken – und das ist Gift für eine konsumorientierte Wirtschaft wie jene der USA.