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"Da ist ein Teil des Sudan abgehackt worden"

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"Da ist ein Teil des Sudan abgehackt worden"

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Ein Drittel des Staatsgebietes des alten Sudan hat sich selbständig gemacht und damit auch gleich mehr als ein Drittel der Öleinnahmen – im arabisch-islamischen Nord-Sudan haben sich die Einheits-Anhänger zu Wort gemeldet. Andere fürchten neue Konflikte.

Eine Frau aus Karthum:

“Die Menschen brauchen Zeit, um sich an die neue Lage zu gewöhnen. Bis dahin könnte es einige Probleme zwischen den beiden Ländern geben.”

Ein Mann aus der Hauptstadt des Nordens ist verbittert.

“Ich bin sehr traurig, da ist ein Teil des Sudan abgehackt worden. Ich wollte so eine Teilung nie. Ich schwöre bei Gott, als sudanesischer Staatsangehöriger fühle ich mich sehr bitter.”

Andere unterstützen den Schritt des Südens – die britschen Kolonialherren hätten einen Fehler gemacht, als sie beide Landesteile in einem Staat unterbrachten.

Mustafa El-Tayeb, Leiter des Forums “Frieden und Gerechtigkeit”:

“Die Unabhängigkeit von 1956 war keine echte Unabhängigkeit. Das war eine Gruppierung von antagonistischen Parteien in einer ungewollten Ehe. Deshalb ist sie gescheitert. Wir glauben, dass wir jetzt ein historischer Fehler korrigiert wird.”