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Polizei in Kuala Lumpur löst Kundgebung gewaltsam auf

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Polizei in Kuala Lumpur löst Kundgebung gewaltsam auf

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Mit Wasserwerfern und Tränengas ist die Polizei in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur gegen Demonstranten vorgegangen. Die Kundgebung war behördlich nicht genehmigt, die Sicherheitskräfte hatten im Vorfeld sämtliche Zufahrtsstraßen und Bahnlinien nach Kuala Lumpur gesperrt. Dennoch versammelten sich Tausende Menschen, um eine Reform des Wahlrechts zu fordern.

Zur Zahl der Verletzten gab es zunächst keine Angaben. Auch Oppositionsführer Anwar Ibrahim wurde bei den Auseinandersetzungen verwundet. “Dieses Vorgehen ist extrem brutal und völlig grundlos”, beklagte er. “Das war ein friedlicher Marsch ohne jede Provokation. Diese Gewalt war geplant. Die Regierung muss auf unsere Forderungen antworten, wir fordern freie Wahlen, aber genau davor hat die Regierung solche Angst.”

Nach Angaben der Polizei wurden knapp 700 Menschen festgenommen, andere Quellen jedoch sprechen von mehr als 1.400 Festnahmen. Die nächsten Wahlen in Malaysia finden voraussichtlich im kommenden Jahr statt. Die Opposition kritisiert Stimmenkauf und fordert längere Wahlkampfphasen sowie freien Zugang zu den Medien.