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Südsudan: "Wir müssen vergeben, vergessen werden wir nicht"

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Südsudan: "Wir müssen vergeben, vergessen werden wir nicht"

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“Heute sind wir Zeugen der Geschichte”, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, aber wie geht die weiter ?
 
Der Sudan ist geteilt, ein neuer Staat in Afrika entstanden: Der Südsudan hat sich offiziell vom Norden des Landes abgetrennt und seine Unabhängigkeit erklärt.
 
Nun sortieren sich sechs größere Volksgruppen neu, sie sprechen rund zwei Dutzend verschiedene Sprachen.
 
Man werde versuchen, nicht aneinander vorbeizureden, so Südsudans frisch vereidigter Präsident Salva Kiir: “Wir müssen vergeben, vergessen werden wir nicht.”
 
Seit den alten Ägyptern wurde hier kolonisiert, versklavt, geputscht und gekämpft. Zuletzt starben in Jahrzehnten Bürgerkrieg bis 2005 rund zwei Millionen Menschen.
 
Fangt bloß nicht wieder damit an, mahnt der Mann von der UNO.
 
“Das sollte der Augenblick sein,” so UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, “in dem Nord und Süd unmissverständlich erklären, dass sie sich verpflichten, die unerledigten Teile des umfassenden Friedensabkommens anzupacken.”
 
Ungeklärt und umstritten zwischen Nord und Süd sind weiterhin der genaue Grenzverlauf und die Verteilung der Öleinkünfte.
 
Immerhin hatte der muslimisch-arabische Norden den abtrünnigen christlich-animistischen Süden  im letzten Moment offiziell anerkannt.
 
Nordsudans Präsident Omar Hassan al-Bashir, mit internationalem Haftbefehl gesucht, sicherte dem neuen Staat seine Unterstützung zu.
 
Südsudans Präsident Kiir will sich mit einer Generalamnestie für die früheren Kriegsgegner revanchieren.