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Bangladesch: Religionspassus sorgt für Aufruhr

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Bangladesch: Religionspassus sorgt für Aufruhr

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Mit Tränengas und Gummigeschossen hat die Polizei in Bangladesch versucht, tausende islamistische Aktivisten auseinanderzutreiben. Diese wollten einen landesweiten Streik durchsetzen. Ihr Anliegen: Der Passus “das absolute Vertrauen und der Glauben an den Allmächtigen Allah soll die Basis allen Handelns sein”, der aus der Verfassung entfernt worden war, sollte wieder eingefügt werden.

Mit der Entfernung dieser Worte will die regierende sozialistische Awami-Liga den laizistischen Charakter des Grundgesetzes wieder herstellen, der in der Urfassung vor knapp 40 Jahren beabsichtigt war. Zum Streik hatten 12 islamische Parteien aufgerufen, die nicht im Parlament vertreten sind. Unterstützt wurden sie von der oppositionellen Bangladesh Nationalist Party. Nach Medienberichten wurden bei den Unruhen rund 50 Menschen verletzt; die Polizei nahm rund 100 Demonstranten fest. Das öffentliche Leben und die Wirtschaft wurden durch die Unruhen offenbar nicht beeinträchtigt.