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Israel kämpft um Mittelmeer-Gasfelder

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Israel kämpft um Mittelmeer-Gasfelder

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Die Gasvorkommen im Mittelmeer mit den klingenden Namen Leviathan und Tamar sorgen wieder einmal für Aufregung: Gleich drei Staaten, nämlich Israel, der Libanon und Zypern, erheben Anspruch auf einen Teil der Gasfelder, die derzeit von einem amerikanisch-israelischen Konsortium abgebaut werden. Mit dem Süden Zyperns hat Israel bereits ein Abkommen – nicht jedoch mit Nordzypern und nicht mit dem Libanon.

Nun hat die Regierung in Jerusalem neue Grenzen festgelegt, die den Vereinten Nationen vorgelegt werden sollen. Das israelische Kabinett hat die Landkarte bereits gebilligt. Regierungschef Benjamin Netanjahu hofft auf eine Einigung. “Die Grenzen, die der Libanon den Vereinten Nationen vorgelegt hat, sind weit von der von Israel vorgeschlagenen Grenze entfernt”, meinte er. “Die Karte des Libanon widerspricht dem Abkommen zwischen Zypern und Israel und auch dem Abkommen zwischen Zypern und dem Libanon. Unser Ziel ist es, eine Grenze festzulegen, die mit dem internationalen Seerecht in Einklang steht.”

Hinter dem Streit stehen handfeste wirtschaftliche Interessen: Israel hofft, mit dem Abbau der Gasfelder nicht nur von Gasimporten unabhängig zu werden, sondern selbst Gas ins Ausland exportieren zu können.