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Populärer Sänger Cabral in Guatemala getötet

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Populärer Sänger Cabral in Guatemala getötet

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Bei einem Attentat in Guatemala ist der lateinamerikanische Star Facundo Cabral erschossen worden. Bewaffnete Männer griffen sein Auto aus einem Hinterhalt an. Der populäre Sänger aus Argentinien wurde von einem Geschäftsmann begleitet, der im Kugelhagel verletzt wurde. Wem von beiden der Anschlag galt, war zunächst unklar.

Einem Feuerwehrmann zu Folge sei der 74jährige Cabral in 300m Entfernung angegriffen worden, 300m vom Sitz der Feuerwehr entfernt.

Ein Verbrechen am hellichten Tag, für das arme Guatemala keine Seltenheit. Hier werden durchschnittlich 18 Menschen pro Tag getötet.

Die Friedensnobelpreisträgerin und Freundin des Sängers Rigoberta Menchu nannte die Tat ein schreckliches Verbrechen für ihre Heimat Guatemala, wo in zwei Monaten Präsidentschaftswahlen stattfinden.

Eine Tat, die Horror verbreite und Angst auslöse. Sie denkt, Cabral habe für seine Ideale sterben müssen. Es gebe keinen anderen Grund für seinen Tod in Guatemala.

Der Protestsänger Cabral war in den 70er Jahren vor der argentinischen Militärjunta nach Mexiko ins Exil geflohen. Später wurde er UNESCO-Friedensbotschafter, beliebt in weiten Teilen Lateinamerikas.