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USA: Zahlungsunfähigkeit als Wetterleuchten

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USA: Zahlungsunfähigkeit als Wetterleuchten

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Das Ringen in den USA ist genauso spannend wie der Kampf um das griechische Sparpaket. Die Dimensionen sind – etwas – gigantischer.

Die USA müssen bis spätestens 2. August eine höhere Staats-Schuldengrenze beschließen.

Dazu braucht Demokrat Barack Obama das ok der republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus – das hat deren starker Mann John Boehner gerade wieder abgelehnt.

Scheitert Obama, fürchten Experten den ersten Zahlungsausfall in der Geschichte der USA – mit möglicherweise dramatischen Konsequenzen auf den Finanzmärkten.

Cool bleiben, rät Finanzminister Timothy Geithner:

“Die USA sind kein Pleitekandidat. Wir sind ein Land, das seine Rechnungen bezahlt. Wir werden unsere Verpflichtungen einhalten. Im Kongress haben das alle verstanden – Republikaner und Demokraten.”

Der Kongress streitet seit Monaten über eine Erhöhung der gesetzlichen Schuldenobergrenze von derzeit rund 10 Billionen Euro. Diese Schwelle war eigentlich schon Mitte Mai erreicht, durch Bilanztricks hat Washington aber einige Wochen mehr herausgeholt.

Die Republikaner beharren auf drastischen Schnitten bei den Sozialausgaben. Die Demokraten wollen auch höhere Steuern für Reiche.

Der amerikanische Staat ist etwa in der Höhe einer jährlichen Wirtschaftsleisutng verschuldet – ein Niveau zwischen Portugal und Italien.