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Wolga-Ausflugsschiff gesunken - mehr als 100 Vermisste

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Wolga-Ausflugsschiff gesunken - mehr als 100 Vermisste

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Ein russisches Ausflugsschiff mit 188 Menschen an Bord ist im Unwetter auf der Wolga gesunken. Nach russischen Quellen ist eine Frau ertrunken, 102 Menschen werden vermisst. Ein geretteter Passagier sprach nach Angaben der Agentur Interfax von vielen Toten, darunter auch Kinder.

85 Menschen waren von einem anderen Schiff – der “Arabella” – in der Nähe gerettet worden.

Die etwa 60 Jahre alte “Bulgaria” war gegen 14.00 Uhr Ortszeit bei Sjukejewo untergegangen, etwa 80 Kilometer von Tatarstans Hauptstadt Kasan -entfernt.

Überlebende gaben an, das Schiff sei bei Gewitter und starkem Regen zur Seite gekippt und in drei Minuten durchgekentert.

Schiffsexperte Michail Mozjukhin:

“Zur Sowjetzeit wurden die Schiffe auf 25 Jahre Lebensdauer ausgelegt. Aber regelmäßig gewartet und repariert, blieben sie auf unbestimmte Zeit im Dienst. Diese Schiffe müssen jährlich zur technischen Prüfung, da wird über die Erlaubnis zur weiteren Nutzung entschieden.”

Die Wolga ist der längste und wasserreichste Strom des europäischen Kontinents, an manchen Stellen bis zu 40 Kilometer breit.

Zur Unglücksursache gibt es noch keine These.

“Der Kapitän hätte wissen müssen, dass das Wetter keine Kreuzfahrten erlaubt”, sagte der Sprecher der örtlichen Zivilschutzbehörde, Michail Turkow, laut Agentur Interfax.