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Abhör-Opfer fordern Konsequenzen

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Abhör-Opfer fordern Konsequenzen

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Vize-Premierminister Nick Clegg hat die Eltern des Mordopfers Milly Dowler empfangen. Auch sie wurden Opfer des Abhörskandals der zum Murdoch-Konzern gehörenden Boulevardzeitung “News of the World”. Journalisten hatten 2002 die Mailbox des Entführungsopfers angezapft und sogar Nachrichten gelöscht. Die Eltern erzählen, wie sie dadurch falsche Hoffnungen hatten, ihr Kind sei noch am Leben. Die 13-Jährige Milly Dowler war 2002 entführt und ein halbes Jahr später tot aufgefunden worden.

Dowlers Familie forderte nun den Rücktritt von Rebekah Brooks. Die damalige Chefredakteurin ist mittlerweile Chefin der britischen Zeitungssparte in Murdochs Medienkonzern.

Kulturminister Jeremy Hunt unterstrich: “Es wäre unmenschlich, wenn man nicht von den Enthüllungen geschockt wäre. Es dreht einem wirklich den Magen um. Ich denke, jeder fühlt sich betroffen, denn der britische Journalismus ist traditionsreich, und dass er nun so einen Kratzer abbekommt, ist schrecklich.”

Auch die königliche Familie ist offenbar von dem Abhörskandal betroffen. Medienberichten zufolge hat ein Sicherheitsbeamter gegen Bezahlung Kontaktdaten von hochrangigen Mitgliedern der Königsfamilie preisgegeben.