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Eurozone wackelt weiter

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Eurozone wackelt weiter

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Eine Hiobsbotschaft für die Eurozone jagt die nächste: Zwar haben die Euro-Finanzminister in Brüssel den Vertrag zur Schaffung des neuen Krisenfonds für schuldengeplagte Euro-Staaten unterzeichnet – doch an diesem Wochenende kam neben Griechenland auch Italien als potentieller Gefahrenkandidat hinzu.

Trotz Italiens riesigem Schuldenberg ist die italienische Wirtschaft unvergleichlich stärker als zum Beispiel die Griechenlands. Noch glauben viele Beobachter nicht an den Ausfall Italiens und fürchten ihn doch. Daniel Gros, der Direktor des ‘Centre for European Policy Studies’ in Brüssel erklärt, dass ein Ausfall Italiens die Eurozone vor ganz neuen Fragen stellen würde: “Entweder sie entwickelt ganz neue strukturelle Formen der Hilfe oder sie bricht auseinander. Natürlich wäre ein Kollaps der Eurozone eine Katastrophe für die Wirtschaft in Europa, aber es wäre auch ein gewaltiger negativer Schock für die gesamte Weltwirtschaft.”

Noch aber ist es nicht soweit, und beim Treffen der Eurogruppe in Brüssel ging es vor allem darum, Ruhe zu bewahren. Katastrophenszenarien wurden als ‘reine Spekulation’ vom Tisch gewischt und Gerüchte, der Euro-Rettungsschirm müsse aufgestockt werden, um auch Italien zu schützen werden dementiert.