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Hunger am Horn von Afrika

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Hunger am Horn von Afrika

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Somalia gilt als gescheiterter Staat. Spitze ist das Land nur in zwei Kategorien: Müttersterblichkeit und Bestechung. Seit zwei Jahrzehnten herrschen hier lokale Clans, Kriegsherrn, radikal-islamische Gruppen und Piraten. Und Hunger.

Die Schicksale am Horn von Afrika gehen selbst den hartgesottenen Helfern von der UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR an die Nieren.

Am Horn von Afrika, in Somalia, Äthiopien, Kenia, Dschibuti und dem Osten Ugandas, seien zehn Millionen Menschen von Dürre und Hunger bedroht, darunter zwei Millionen Kinder.

Noch nie habe er Menschen in einem so verzweifelten Zustand gesehen, sagte UNHCR-Chef Antonio Guterres.

Ein Arzt in Dadaab, Kenia, im größten Flüchtlingscamp der Welt, Dr. Christopher Karissa (MSF Hospital):

“In den letzten 48 Stunden haben wir kein Kind verloren. Aber manchmal sterben auch vier in einer Nacht an Unterkühlung und Unterzucker.”

In das Lager haben sich 380 000 Somalier geflüchtet. Das ist das Vierfache der vorgesehenen Kapazität. Und draußen warten Tausende auf Aufnahme.

Um den Dürreopfern in Afrika weiter helfen zu können, würden bis zum Ende des Jahres wahrscheinlich 333 Millionen Euro benötigt, schätzt die UNO.