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Mutmaßliches französisches Strauss-Kahn-Opfer sagt aus

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Mutmaßliches französisches Strauss-Kahn-Opfer sagt aus

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Tristane Banon, ein mutmaßliches Strauss-Kahn-Opfer in Frankreich, ist erstmals zu ihren Vorwürfen von der Polizei in Paris vernommen worden. Die 32-jährige Schriftstellerin hatte den Ex-IWF-Chef in der vergangenen Woche wegen versuchter Vergewaltigung im Jahr 2003 angezeigt. Damals hätte unter anderem ihre Mutter, eine Parteigenossin Strauss-Kahns, sie von einer Anzeige abgehalten.

Strauss-Kahn, dessen Verfahren in den USA gerade in sich zusammenzubrechen scheint, bezeichnete die Vorwürfe als “erfunden”. Seine Anwälte haben bereits mit einer Anzeige wegen Verleumdung gedroht. Nach den Vorermittlungen wird die französische Justiz über Einleitung eines Verfahrens entscheiden. Versuchte Vergewaltigung wäre auch nach acht Jahren noch nicht verjährt, anders als sexuelle Belästigung.

Banon hatte 2007 bei einer Sendung im französischen Fernsehen über den Vorfall öffentlich gesprochen, der Name “Strauss-Kahn” war damals unkenntlich gemacht worden. Die Sendung soll nun noch einmal ausgestrahlt werden.