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Pret à Diner: "Die Demokratisierung der Sterne-Küche"

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Pret à Diner: "Die Demokratisierung der Sterne-Küche"

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“Pret à Diner”, das Pop-Up-Restaurant, ist zurück in Berlin. Nach dem Premieren-Erfolg vom Januar jetzt also Kurzzeit-Essen nummero zwei. An den Töpfen und Tischen erneut Köche und Kellner, die hochwertige Speisen in improvisierter Umgebung zu annehmbaren Preisen zubereiten und servieren. Und nur für kurze Zeit. Nach wenigen Tagen ist alles vorbei. Tische, Decken, Töpfe werden eingepackt, und irgendwann taucht das Restaurant irgendwo wieder auf. Auf die Erfolgsidee kam der Berliner Luxus-Caterer Klaus-Peter Kofler. Der sagt:

“Das ist die große Herausforderung, das so zu organisieren, dass es am ersten Abend so funktioniert, als wäre es schon immer da. Das funktioniert durch unseren Catering-Hintergrund. Wir haben heute abend über 200 Gäste hier. Die meisten essen vier Gänge, was 800 angerichtete Teller in der Küche bedeutet. Das ist für die Küche eine Herausforderung.”

Und in dieser Küche herrscht geschäftiges Treiben. Die beiden Köche haben langjährige Erfahrung, doch in dieser improvisierten Umgebung zu kochen, ist auch für sie etwas Neues. Der eine kümmert sich um fleischlose Speisen, der andere macht Sushi. Und was ein echtes Berliner In-Stübchen ist, das hat auch eine Philosophie und ambitionierte Ansprüche. Der Koch Jan-Uwe Reiss sagt:

“Alles improvisiert. Auch das Essen in einer sehr hochwertigen, aber trotzdem angemessene Preislage zu machen. Wir nennen das die Demokratisierung der Sterne-Küche.”

Die Sommerausgabe von “Pret a Diner” startete parallel zur Berliner Modeschau, der Fashion Week. Das ohnehin aufgebrezelte Publikum erhielt so eine zusätzlichen trendy Touch. Neben dem Essen lockt auch der Veranstaltungsort das Publikum: Eine der zahlreichen Berliner Beach-Bars am Ufer eines Spreearms. Während das erste “Pret a Diner” einen ganzen Monat dauerte, macht das zweite schon nach wenigen Tagen wieder dicht. Auch das ein Grund für den Erfolg, meint der Chef: “Dass es so eingeschlagen ist, das hat sicherlich auch mit Zeitgeist zu tun. Menschen finden das spannend, was relativ schwierig oder nur in verknappter Form zu bekommen ist.”

Das Motto diesmal: “Eine kulinarische Entdeckungsreise.” Und so sahen die Wegmarken dieser Reise aus. Das ganze eine ambitionierte Mischung aus asiatischer und Berliner Küche – die soll es wirklich geben. Die Gäste geben sich anspruchsvoll und zufrieden:

“Absolut super, ich finde es gigantisch. Richtig Klasse. Tolles Konzept geht auf. Ich bin begeistert, Inspiration, tolle Leute, Wahnsinn. Schön.”

Ein männlicher Gast sagt:

“Ganz toll, ich bin überrascht. Als Berliner ist man immer etwas abfällig, aber ich find’s schön, sehr schön, sehr gemütlich. Das Essen ist auch ziemlich gut.”

Auch einige etwas bekanntere Kostgänger ließen sich im Pop-Up-Lokal sehen. Zum Beispiel der Londoner Galerist Steve Lazarides.

Für die nächste Ausgabe des Pop-Up-Lokals haben die Wanderköche schon einen Plan: Im September wird es das weltweit erste Pop-Up Restaurant in einem Hochhaus geben. Dann im 25.Stock des Towers 185 in Frankfurt am Main.