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Im Poker um die milliardenschwere Komplettübernahme des britischen Bezahlsenders BSkyB hat Medienmogul Rupert Murdoch einen Rückzieher gemacht. Er zog sein Angebot zurück, sich im Gegenzug zur Übernahme von BSkyB von Anteilen seines Nachrichtensenders Sky News zu trennen. Deshalb muss nun die britische Wettbewerbskommission den Deal prüfen.

Oppositionsführer Ed Miliband kritisierte, dass dies schon viel eher hätte geschehen müssen. Er forderte, dass die Verhandlungen solange auf Eis gelegt werden sollen, bis die polizeilichen Ermittlungen im Abhörskandal der Murdoch-Zeitung “News of the World” abgeschlossen seien.

Da Murdoch bereits die Auflagenstarken Zeitungen “The Times” und “The Sun” kontrolliert, fürchten Kritiker, er könnte auf dem britischen Medienmarkt zu mächtig werden.

Der Chef der Liberaldemokraten, Vize-Premierminister Nick Clegg sagte: “Rupert Murdoch ist gerade in der Stadt und versucht, den Deal zu retten. Ich würde ihm gern sagen: Gucken Sie sich die Stimmung im Land an, die Leute haben mit Ekel auf diese Enthüllungen reagiert. Tun Sie, was sich gehört und was vernünftig ist, und denken Sie noch einmal über ihr BSkyB-Angebot nach.”

Der 80-Jährige Murdoch traf sich in der britischen Hauptstadt auch mit der umstrittenen News-International-Managerin Rebekah Brooks. Sie bestreitet, als damalige Chefredakteurin von “News of the World” von den Abhör-Praktiken gewusst zu haben.

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