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Britische Regierung stellt sich gegen Murdoch

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Britische Regierung stellt sich gegen Murdoch

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Im Abhörskandal um die Zeitung “News of the World” soll sich Medienmogul Rupert Murdoch vor dem britischen Parlament erklären. Auch sein Sohn James und Rebekha Brooks, frühere Chefredakteurin der Boulevardzeitung sind zu der Anhörung geladen. Ob sie kommen, ist offen.

Vor dem Komitee äußerte sich bereits John Yates von der Londoner Polizei. Er sollte erklären, warum

nach einem früheren Prozess und dem Bekanntwerden weiterer Fälle 2009 keine Ermittlungen gegen die Zeitung eingeleitet wurden. “Man hatte damals keine Hinweise, die ein weiteres Verfahren rechtfertigten.”

Den Journalisten der mittlerweile eingestellten Sonntagszeitung wird vorgeworfen, tausende Telefone abgehört zu haben.

Der britische Premierminister David Cameron betonte: “Die Regierung hat eine polizeiliche Untersuchung eingeleitet. Die Ermittler werden die Schuldigen finden und sicherstellen, dass sie bestraft werden. Wir werden zudem eine richterliche Untersuchung einleiten, bei der Augenzeugen unter Eid aussagen müssen, damit wir herausfinden können, was schiefgegangen ist.”

Inzwischen stellt sich eine parteiübergreifende Koalition aus Regierung und Opposition gegen Murdoch. Sie wollen den Medienzar zum Rückzug von seiner beabsichtigten Komplettübernahme des Fernsehkonzerns BSkyB auffordern. Die britische Wettbewerbskommission soll nun über die Milliardenofferte entscheiden.