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Nervosität bei EU-Finanzministern

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Nervosität bei EU-Finanzministern

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Portugal hat von der Europäischen Union mehr Engagement im Kampf gegen die Schuldenkrise gefordert. Es müsse eine “robuste und schnelle europäische Antwort” auf die “systemischen Risiken” geben, die die EU als Ganzes bedrohten, erklärte Regierungschef Pedro Passos Coelho.

“Portugal hat ein grundlegendes Interesse an der finanziellen Stabilisierung der Eurozone”, sagte der portugiesische Finanzminister Vitor Gaspar. “Wünschenswert wäre es, die flexibleren Regeln beim Management des Euro-Stabilisierungsfonds auch anzuwenden. Meiner Meinung nach ist das ein Ansatz, welcher der Stabilisierung der gesamten Eurozone hilft. Das verbessert dann auch die portugiesische Situation.”

Unter den EU-Politikern in Brüssel herrscht große Nervosität. EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte, die gesamte europäische Wirtschaft sei jetzt in Gefahr.

Der französische Finanzminister Francois Baroin unterstrich: “Die verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Politik zur Reduzierung der Haushaltsdefizite sind notwendige Ziele für Griechenland, Italien Portugal und Irland. Das gilt aber auch für alle anderen Staaten in der Eurozone. Die Zusammenarbeit sollte helfen, die Spannungen zu verringern. Wir sollten dann in der Lage sein, eine entscheidungsfreudige Organisation zu haben, damit das Vertrauen der Märkte zurück gewonnen werden kann.”

Die Eurogruppe setzt unterdessen alles daran, dass Griechenland seinen Schuldenberg wieder in den Griff bekommt und eine Kettenreaktion verhindert wird. Die Euro-Finanzminister diskutieren auch die Möglichkeit, einen Zahlungsausfall Griechenlands zu akzeptieren.