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Auf den Tag genau vor 322 Jahren: Der Sturm auf die Bastille

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Auf den Tag genau vor 322 Jahren: Der Sturm auf die Bastille

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Am 14. Juli 1789 marschieren hunderte Franzosen bewaffnet zur Bastille, dem im Mittealter als Festung errichteten Gefängnis im Zentrum von Paris. Für sie war das 25 Meter hohe Gebäude das Sinnbild der Unterdrückung der Bürger durch die Monarchie. Im Sommer 1789 ist es um Frankreichs Wirtschaft schlecht bestellt, die Franzosen leiden unter der Unfähigkeit von König Ludwig XVI., die nötigen Reformen einzuleiten. Als der König den populären Finanzminister Jacques Necker entlässt, stürmen wütende Menschen auf die Straßen. Auf der Suche nach Waffen erstürmen sie auch die Bastille, in der sich zum damaligen Zeitpunkt nur noch sieben Gefangene befinden. Zunächst lässt der Kommandant der Bastille auf die Menschen schießen. Dann schließen sich desertierte Soldaten den Aufständischen an, am späten Nachmittag des 14. Juli gibt Kommandant Bernard-René de Launay auf – er wird am folgenden Tag getötet. Der Sturm auf die Bastille gilt als Beginn der französischen Revolution und wird in Frankreich noch heute als Nationalfeiertag begangen.

Auch an einem 14. Juli: Pat Garrett tötet Billy the Kid (1881) – In Venedig stürzt der Campanile ein (1902) – Die Ägypterin Rawya Ateya wird als erste Frau in der arabischen Welt Abgeordnete im Parlament (1957).

Am 14. Juli geboren: Feministin Emmeline Pankhurst (1858-1928), Maler Gustav Klimt (1862-1918), Ingmar Bergman (1918-2007), Karel Gott (1939), Musikerin Angélique Kidjo (1960).