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Ausstellung: Hiroshima Fotos in New York

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Ausstellung: Hiroshima Fotos in New York

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Früher von der US-Regierung unter Verschluss gehalten, zeigen nun in New York dutzende Fotografien die Auswirkungen der Atombombe von Hiroshima.

Präsident Truman entsendete seinerzeit über tausende Militärs und Zivilisten, darunter Fotografen, um die Zerstörung dokumentieren und die Schäden an den Gebäuden detailliert analysieren zu lassen.

Erin Barnett, Co-Kuratorin am International Center of Photography:

“Die Regierung hat direkt nach den Bomben ein striktes Verbreitungsverbot für Fotos von Hiroshima und Nagasaki verhängt. Deshalb gibt es normalerweise nur Aufsichten oder die berühmten Aufnahmen der Pilzwolke. Diese Bilder hier zeigen die Schäden mehr im Detail, und ich glaube, dass sie mehr berühren – auch wenn sie sehr wissenschaftlich und nüchtern sind.”

Als die Amerikaner am 6. August 1945 die Atombombe über Hiroshima abwarfen, zerstörten sie damit über 70 Prozent der Stadt. Rund 80.000 Menschen wurden sofort getötet.

Erin Barnett:

“Ein herzzerreissendes Bild ist, dass Sie den Schatten einer Person auf der Brücke sehen können. Es gab dort also offenbar jemanden, der sofort verdampft ist. Es gibt auch das Bild einer Schule, wo nur noch die Wand steht. Die Bomben wurden gegen 8.15 abgeworfen. Die Leute waren also bei der Arbeit und die Kinder in der Schule. Das ist auch herzzerreissend, dass nur noch eine Wand übrig ist und jeder umgekommen ist.”

Die Ausstellung zeigt 62 Kontaktabzüge aus einer Sammlung von insgesamt rund 700 Fotografien des International Center of Photography in New York. Die Ausstellung “Hiroshima Ground Zero 1945 läuft noch bis Ende August.