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Draghi: Euro-Schuldenkrise in neuer Phase

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Draghi: Euro-Schuldenkrise in neuer Phase

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Die Debatte um das finanziell angeschlagene Italien hat die Euro-Schuldenkrise in eine neue Phase geführt. Das erklärte der künftige EZB-Präsident Mario Draghi vor dem italienischen Bankenverband in Rom. Die Regierungen der Eurozone müssten daher der Ansteckung der Schuldenkrise entschieden entgegentreten.

Draghi lobte die Entschlossenheit der italienischen Regierung, den Haushalt mit einschneidenden Sparmaßnahmen sanieren zu wollen. Dadurch werde sich die finanzielle Perspektive des Landes verbessern. In den vergangenen Tagen habe zu große Unsicherheit die Turbulenzen an den

Kapitalmärkten ausgelöst.

Unterdessen erlitten die Bemühungen im Kampf gegen die Schuldenkrise einen Rückschlag. Die Rating-Agentur Fitch stufte Griechenland weiter herab. Und Moody’s erklärte die Kreditwürdigkeit Irlands zu Ramschniveau.

Dies wurde von der EU-Kommission scharf kritisiert.

Das Land setze das Sparpaket entschlossen um.

Irland selbst reagierte mit Unverständnis. Die Regierung in Dublin werde den eingeschlagenen Konsolidierungskurs fortsetzen, sagte Wirtschaftsminister Richard Bruton.

Inoffiziell äußerten irische Regierungsmitglieder Kritik am Krisenmanagement der Eurozone. Es sei kein klarer Kurs zu erkennen, der den Märkten Orientierung geben könne. Irlands Problem sei nicht Moody’s, sondern Europa.