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Einheitsfront gegen Murdoch im britischen Parlament

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Einheitsfront gegen Murdoch im britischen Parlament

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Nach dem Abhörskandal hat sich im britischen Parlament eine Einheitsfront gegen Medienmogul Rupert Murdoch gebildet: An diesem Mittwoch wollen Opposition UND Regierungskoalition für einen Antrag stimmen, der Murdoch zum Verzicht auf die Komplettübernahme des Bezahlsenders BSkyB auffordert. Der Antrag ist zwar nicht bindend, aber ein klares Signal des kollektiven Abscheus über die Machenschaften der Murdoch-Journalisten: Solche Einheit gibt es im britischen Parlament nur in Krisenzeiten.

Inzwischen forderte auch ein amerikanischer Senator, die Methoden des Konzerns in den USA genauer zu untersuchen.

Die Übernahme von BSkyB, für die Murdoch fast schon grünes Licht von der Cameron-Regierung hatte, wird nun von der Wettbewerbskommission geprüft. Die für die Vorfälle verantwortliche damalige Chefredakteurin, der Konzerngründer und sein Sohn sind für nächste Woche vor einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss geladen.

Nach Schließung der News of the World, des ersten Blattes, bei dem der Abhörskandal aufflog, wolle Murdoch nun all seine britischen Zeitungen verkaufen, berichtet das Wall Street Journal – das selbst zum Konzern gehört.