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Hollande oder Aubry? Frankreichs Linke bereitet sich auf Vorwahl vor

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Hollande oder Aubry? Frankreichs Linke bereitet sich auf Vorwahl vor

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Pünktlich zum Nationalfeiertag, dem 14. Juli, endet die Bewerbungsfrist für die Präsidentschaftskandidatur der französischen Linken. Umfragen zufolge würde der frühere Parteichef der Sozialisten, Francois Hollande, in einer ersten Runde gleichauf mit Amtsinhaber Nicolas Sarkozy liegen. Parteiintern werden der derzeitigen Parteichefin Martine Aubry die gleichen Chancen zugesprochen wie Hollande. Die Kür der Kandidatin oder des Kandidaten ist für Oktober geplant. Daran können sich nicht nur Parteimitglieder sondern auch Sympathisanten der Linken beteiligen. Dominique Strauss-Kahn, der bis zu der Affäre in New York als der Einzige galt, der Sarkozy bei der Wahl 2012 hätte ablösen können, kandidiert nicht. Sein Ansehen scheint darunter aber nicht gelitten zu haben: “In Frankreich ist niemand disqualifiziert, der Dinge getan hat, die heftig in die Kritik geraten sind”, so der politische Analyst Jean-Daniel Levy. “Das gilt auch für Personen mit einem abweichenden oder illegalen sexuellen Verhalten oder für solche, die finanzieller Delikte oder der Unterschlagung schuldig befunden wurden. Der heutige Außenminister Alain Juppé ist von der Justiz verurteilt worden.” Wegen seiner Verwicklung in eine Affäre um illegale Parteienfinanzierung war Juppé zu 14 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Sarkozy ernannte ihn 2010 zum Verteidigungs- und im vergangenen Februar zum Außenminister.