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Neue Euro-Sorgen nach Irlands Herabstufung


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Neue Euro-Sorgen nach Irlands Herabstufung

Anleger glauben jetzt auch im Fall von Irland nicht mehr an eine schnelle Genesung. Die Ratingagentur Moody’s hat die irische Kreditwürdigkeit auf so genanntes Ramschniveau herabgestuft – nichts mehr für Anleger.

Auch die Zukunft sieht Moody’s negativ: Irland schaffe es nicht aus eigener Kraft aus der Krise, meint man dort; es werde wohl noch weitere Hilfen brauchen. Für Portugal war die Agentur vor kurzem ebenfalls zu diesem Schluss gekommen.

Im Blickpunkt der Finanzmärkte stehen inzwischen auch die weitaus größeren Länder Italien und Spanien. Hier hat sich die Lage aber heute etwas entspannt: Die Zinsen für Staatsanleihen sind wieder gesunken.

Allerdings liegen sie auch damit immer noch etwa doppelt so hoch wie für deutsche Papiere, wie etwa bei den zehnjährigen Anleihen: Anleger wollen sie nur kaufen, wenn sie dafür im Gegenzug mit einem Risikoaufschlag belohnt werden.

Für Griechenland, Portugal und Irland sind diese Aufschläge so hoch, dass sie sich auf dem freien Markt faktisch kein Geld mehr leihen können. Ohne die Milliardenhilfen von EU und Weltwährungsfonds wären sie am Ende.

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