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Politik macht Krawallmacher für Ausschreitungen in Nordirland verantwortlich

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Politik macht Krawallmacher für Ausschreitungen in Nordirland verantwortlich

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Nach den jüngsten Straßenschlachten in Belfast und anderen nordirischen Städten sehen Politiker bei Krawallmachern die Schuld, nicht bei katholischen Republikanern.

Vermummte Jugendliche hatten anlässlich des Oraniermarsches mit Molotowcocktails und anderen Wurfgeschossen die Polizei angegriffen – mehr als zwanzig Beamte erlitten Verletztungen. Die Zahl der Verletzten auf der Gegenseite ist unbekannt. Ein Anwohner aus Belfast berichtet: “Es war eine kleine Gruppe von dreißig oder vierzig Leuten , die schon das ganze Jahr über die Gegend gequält haben und den 12. Juli als Vorwand nutzten.”

Die Feierlichkeiten der Protestanten zum 12. Juli, zum Jahrestag des Siegs Wilhelms von Oranien über die Katholiken, geben alljährlich Konfliktstoff zwischen beiden Seiten. Ein Prostestant meint: “Das sind organisierte Gruppen wie die IRA in Ardoyne, die ganz klar solche Straßenschlachten organisieren. Und es sieht so aus, als ob diese Gruppen außer Kontrolle sind.”

Sowohl aus den Reihen von Sinn Fein als als auch aus der radikal-protestantischen Unionisten-Partei hieß es, für die Gewalt seien Randalierer verantwortlich: Es habe schließlich auch friedliche Proteste der Katholiken gegen den Marsch gegeben.