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Bedeutende Funde in Mexiko

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Bedeutende Funde in Mexiko

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Mexikanische Archäologen haben zwei 1300 Jahre alte Kalkstein-Skulpturen von Kriegern der Maya entdeckt.

Ihren Angaben zufolge könnte der Fund Aufschluss über Allianzen und Kriege zwischen Städten der Maya geben, als sich die Zivilisation bereits im Niedergang befand.

Die beiden lebensgroßen Statuen mit hieroglyphischen Inschriften auf ihren Schurzen wurden auf der archäologischen Grabungsstätte Toninà im Bundesstaat Chiapas gefunden.

Juan Yadeun, Archäologe:

“Es ist aus ganz verschiedenen Gründen ein wichtiger Fund. Es handelt sich um zwei Gefangene aus Honduras, was 420 Kilometer entfernt liegt. Das zeigt, dass das Reich der Mayas, sowohl in wirtschaftlicher als auch in militärischer Hinsicht – riesige Gebiete umfasste.”

Die Maya bauten hohe Tempelpyramiden und Paläste in Zentralamerika und Südmexiko und dominierten die Region ungefähr 2000 Jahre lang.

Wir bleiben in Mexiko für einen anderen wichtigen Fund. Archäologen haben im Bundesstaat Morelos einen Monolith aus dem 8. Jahrhundert entdeckt, der einen Gott der Azteken zeigt. Auf der Seite des 60 Tonnen schweren Brockens sind landwirtschaftliche Szenen zu erkennen, die darauf schließen lassen, dass die Azteken den Stein für religiöse Zwecke nutzten.

Raul Gonzalez, Archäologe:

“Diese Zeichen auf dem Stein können mit Landwirtschaft und Wasser assoziiert werden. Wir halten es deshalb für sehr wahrscheinlich, dass der Monolith benutzt wurde, um um Regen zu bitten.”

Die Azteken, ein kriegerisches und sehr religiöses Volk, regierten in einem Gebiet, das einen großen Teil des heutigen Mexikos umfasst.