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Deutschlands Energiewende

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Deutschland schaltet die Kernkraftwerke ab. Bis zum Jahr 2022 sollen auch die restlichen neun Atommeiler stillgelegt werden. Welche Folgen hat die radikale Energiewende und was kostet sie? Damit es nicht dunkel wird in Deutschland, sollen erneuerbare Energiequellen wie Biomasse, Sonnen- und Windenergie einen grösseren Anteil am deutschen Energiemix liefern. Bis zum Jahr 2050 könnten die Erneuerbaren 80 oder gar 90 Prozent des deutschen Stroms liefern, meinen manche Experten. Doch heute ist Deutschland noch nicht fit für die Energiewende: die Leitungsnetze reichen nicht aus für den Windstromtransport von den Windfarmen im Norden zu den Verbrauchszentren im Süden. Deutschland braucht dringend mehrere tausend Kilometer Hochspannungsleitungen. Ausserdem fehlt es noch an Speicherkapazitäten für den Strom aus Erneuerbaren, im Schwarzwald ist deshalb ein neues Pumpspeicherkraftwerk geplant. – Einfach und problemlos ist Deutschlands Atomausstieg nicht zu bewerkstelligen: Die deutschen Energieversorger sehen schwarz für den Winter: wenn es kalt wird in Europa, dann könnte es in Deutschland zu Stromausfällen kommen. Deshalb wird derzeit auch in neue Kohlekraftwerke investiert: die produzieren zwar weniger CO2 als die alten Kohlestromöfen. Doch für Deutschlands hochgesteckte Klimaschutzziele sind neue Kohlemeiler schädlich.