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Journalistin bleibt bei ihren Vorwürfen

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Journalistin bleibt bei ihren Vorwürfen

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Die französische Journalistin Tristane Banon hat ihre Vorwürfe gegen Dominique Strauss-Kahn erneuert. Sie sei weder manipuliert, noch psychisch labil. Und der ehemalige IWF-Chef habe sehr wohl versucht, sie im Februar 2003 bei einem Interview zu vergewaltigen.

Vom französischen Fernsehen gefragt, warum sie so lange mit der Klage gewartet habe, sagte sie, dass diese die einzige Möglichkeit gewesen sei, selber einen Schlussstrich ziehen zu können. Die Justiz könne nun entscheiden, ob sie ein Opfer sei.

Dominique Strauss-Kahn seinerseits hatte gesagt, Banon habe die Vorwürfe erfunden. Seine Anwälte erstatteten Anzeige wegen Verleumdung.

In den USA wurde unterdessen eine für Mitte Juli geplante Anhörung verschoben, um den Prozessbeteiligten mehr Zeit für Ermittlungen zu geben. Das sei, so Strauss-Kahns Anwalt Bill Taylor, eine völlig normale Sache, die in der US-Justiz oft vorkomme.

Weiter sagte er, sein Mandant sei keineswegs bereit, irgendwelche Absprachen mit wem auch immer zu machen. Er werde sich in keinem Anklagepunkt schuldig bekennen.

Da die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers in New York nun stark erschüttert sei, so Strauss-Kahns Anwälte, könnte es sein, dass die US-Staatsanwaltschaft die Vorwürfe gegen ihren Mandanten jederzeit fallen lassen.