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Militärparade zum 14. Juli in Paris

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Militärparade zum 14. Juli in Paris

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Überschattet von einem weiteren Todesopfer in Afghanistan hat Frankreich seinen Nationalfeiertag begangen. Der französische Marinesoldat wurde bei einem Einsatz nordöstlich von Kabul getötet. Er ist das 70. Opfer des französischen Militärs in Afghanistan. Erst gestern waren fünf Soldaten und ein afghanischer Zivilist bei einem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen.

Angesichts der wachsenden Opferzahlen kündigte Präsident Nicolas Sarkozy für den gleichen Tag ein Treffen an. Dabei sollten Fragen zur Sicherheit und Zukunft der französischen Soldaten in Afghanistan erörtert werden. “Der Truppenrückzug beginnt in diesem Jahr und wird bis 2013 fortgesetzt. Wir lassen die Afghanen nicht im Stich, aber wir verändern unsere Hilfe – von der militärischen hin zur Unterstützung in Wirtschaft und Bildung. Dann wird die afghanische Armee, die heute 350.000 Mann stark ist, die Kontrolle der Sicherheit in ihrem Land übernehmen,” erklärte Sarkozy.

Derzeit sind 4000 französische Soldaten innerhalb des NATO-Einsatzes in Afghanistan stationiert. Bei seinem Truppenbesuch in Kabul kündigte Sarkozy an, bis Ende nächsten Jahres ein Viertel der Soldaten abzuziehen. Die NATO plant, bis Ende 2014 alle ausländischen Truppen nach Hause zu schicken.

Einige von den bereits nach Hause zurückgekehrten Soldaten maschierten bei der Militärparade in Paris mit. 14 Militärs wurden danach von Präsident Sarkozy im Elysée zum Mittagessen eingeladen.