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Schwarzer Tag für Rupert Murdoch

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Schwarzer Tag für Rupert Murdoch

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Nach anhaltender Kritik im Abhörskandal zog er gestern zunächst sein Angebot für den britischen Sender BSkyB zurück, bei dem er sich die Mehrheiten sichern wollte. Danach entschied auch das britische Unterhaus einstimmig, dass die Übernahme zurückgenommen werden soll.

Der konservative Premierminister David Cameron sprach von einer richtigen Entscheidung, auch für das gesamte Land. Nun müssten die Ermittlungen weiter vorangebracht werden, ebenso wie die unabhängige Untersuchung, die er am Mittwoch angestoßen habe, so Cameron weiter.

Cameron hatte Murdochs Deal noch bis vor kurzem unterstützt. Nun schloss er sich einem Antrag der Opposition von Labour-Chef Ed Miliband an. Miliband sagte, “das ist ein Sieg für die Menschen im ganzen Land, die von den Enthüllungen über abgehörte Telefone entsetzt sind. Die gedacht haben, es liegt jenseits ihres Vorstellungsvermögens, wenn Herr Murdoch seinen Anteil an den britischen Medien vergrößert, während Ermittlungen gegen ihn geführt werden.”

Der Skandal war eskaliert, als herauskam, dass News of the World-Journalisten tausende Telefone von Privatleuten und Prominenten angezapft haben sollen. Murdoch-Journalismus sorgt seit Wochen nur noch für Negativschlagzeilen.