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Tremonti: "Europa hat Verabredung mit dem Schicksal"

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Tremonti: "Europa hat Verabredung mit dem Schicksal"

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Trotz der Verabschiedung des Sparpakets im Senat bleibt Italien an den Kapitalmärkten unter Druck.

Das Land platzierte erfolgreich eine Anleihe, doch waren die Renditen erneut nahe den vor einigen Tagen erreichten Höchstständen.

Die Berlusconi-Regierung versucht mit einer massiven Charme-Offensive gegenzuhalten. Deren Hauptakteur: der von der Fachwelt hoch geachtete Finanzminister Giulio Tremonti. Er gilt als Garant für Seriosität.

Europa sei heute mit dem Schicksal verabredet, sagt er. Der Kontinent könne die Krise nur gemeinsam meistern, oder gemeinsam untergehen.

Es sei wie auf der Titanic: nicht einmal die Passagiere der Ersten Klasse würden gerettet.

Die Opposition hatte angesichts des Ernstes der Lage versprochen, das Sparpaket nicht zu behindern.

Dem Land dürfte daher wohl eine Zitterpartie wie in Griechenland erspart bleiben.

Aber auch die Italiener müssen lernen, mit weniger auszukommen. Gespart werden soll nun an allen Ecken und Enden. Selbst Bezieher von hohen Renten sollen ihren Beitrag leisten – und zwar mit einer Art Solidaritätssteuer. Ob sich die Märkte davon beeindrucken lassen, bleibt abzuwarten.