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Und das am Nationalfeiertag!

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Und das am Nationalfeiertag!

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Passagiere in Frankreich weiter durch Streik blockiert Die dritte Nacht in Folge ist der Flughafen Paris-Orly zum Massenschlafsaal geworden: Seit Montag streikt das Flugpersonal von Air Algérie. Dem Aufruf der Airline, gar nicht erst zum Flughafen zu kommen und doch lieber die Reise umzubuchen oder sich auszahlen zu lassen, folgten nur wenige.

Verkehrsminister Thierry Mariani schaute persönlich darauf, dass die Passagiere so korrekt wie möglich untergebracht werden, und klagte beim Besuch am Flughafen: “Es ist der 14. Juli, das ist auf französischer Seite das schlimmste Datum für einen Streik, denn alle Züge sind voll, die Busunternehmen ebenfalls ausgebucht, und die Fluggesellschaften, die in normalen Zeiten mit freien Kapazitäten aushelfen könnten, haben auch keine Plätze mehr übrig.”

Das Kabinenpersonal streikt für eine Verdoppelung der Gehälter, die Geschäftsleitung von Air Algérie bietet 20 Prozent und verweist darauf, dass angesichts der klammen Finanzlage des Unternehmens mehr nicht drin sei. Ein Gewerkschaftsboss erklärte, dass die Verhandlungen an einem toten Punkt angelangt seien.

In Paris, Nizza, Marseille und auch in der algerischen Hauptstadt Algier sitzen Hunderte fest. Ein paar hundert Passagiere wurden inzwischen von anderen Fluggesellschaften oder mit dem Schiff von Marseille weitertransportiert – letzteres braucht allerdings viele Stunden länger. Doch die ersten Urlaubstage sind sowieso verloren…