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Abgeordnete billigen italienisches Sparpaket

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Abgeordnete billigen italienisches Sparpaket

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Das italienische Abgeordnetenhaus hat ein milliardenschweres Sparpaket der Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi angenommen. Darin sind 48 Milliarden Euro Kürzungen vorgesehen, bis 2014 soll es dem Staat 79 Milliarden Euro einbringen. Gespart werden soll etwa im öffentlichen Dienst, bei den Renten und im Gesundheitswesen. Kritiker meinen, vor allem die Einkommensschwachen würden davon getroffen.

James Walston von der amerikanischen Universität in Rom meint, viele Menschen würden darunter leiden, besonders die Mittel- und untere Mittelschicht sowie die ärmeren Klassen. Es werde mit Sicherheit Proteste geben, aber wohl nicht in dem Ausmaß wie in Griechenland.

Vor dem Finanzministerium demonstrierten Arbeiter und Angestellte des öffentlichen Dienstes. Sie traten in einen zweistündigen Streik. Ihre Gehälter sollen eingefroren werden, es soll Personalreduzierungen geben. Italien hat nach Griechenland den zweithöchsten Schuldenstand der Eurozone. 2011 soll das Defizit auf 3,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, 2012 auf 2,7 und 2013 auf 1,5 Prozent gedrückt werden. 2014 soll der Haushalt ausgeglichen sein.