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EU-Hilfe für Mexikos Drogenkrieg

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EU-Hilfe für Mexikos Drogenkrieg

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Kriegsähnliche Szenen beherrschen den Alltag in vielen Teilen Mexiko. Drogenbarone geben vor allem in den Bundesstaaten an der Grenze zu den USA den Ton an. Vor diesem Hintergrund haben die europäische Union und Mexiko an diesem Donnerstag einen Sicherheitsdialog begonnen. Europa könnte Technologie und Knowhow beisteuern, so der spanische Europaabgeordnete Ricardo Cortés Lastra, der außerdem Bringschuld sieht: schließlich sei die EU ein Abnehmergebiet mit hohem Drogenkonsum.

Mehr als 40.000 Menschen wurden getötet, seit Präsident Felipe Calderon 2006 sein Amt antrat und den Drogenkartellen den Krieg erklärte – ohne dass es gelungen wäre, der Gewalt ein Ende zu bereiten. Calderons Sicherheitschef Alejandro Poiré rechtfertig im euronews-Interview, der Krieg gegen Narkobarone werde demokratisch, verfassungsgemäß und mit Respekt für die Menschenrechte geführt. Wenn Menschenrechte verletzt werden, würde das schwer geahndet.

Menschenrechtsgruppen sagen aber, dass das Blutvergießen einen Strategiewechsel nötig mache. Kritik gab es auch von höchster Ebene: Vor einigen Wochen rief eine Gruppe ‘elder statesman’ dazu auf, beim Drogenproblem nicht Repression in den Vordergrund zu stellen, sondern die ‘öffentliche Gesundheit’.