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Libyen-Kontaktgruppe: Gaddafi ist am Ende

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Libyen-Kontaktgruppe: Gaddafi ist am Ende

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In Istanbul hat ein Treffen der so genannten Libyen-Kontaktgruppe begonnen. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton ist vorort.

Die ranghohen Diplomaten suchen nach Wegen zur Beendigung des Blutvergießens in Libyen.

Der Übergangsrat der Rebellen in Bengasi hatte vor Beginn der Konferenz betont, jede Diskussion über eine politische Lösung der Krise könne sich nur auf eine Zukunft Libyens ohne Gaddafi beziehen.

Der britische Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten mit dem Schwerpunkt Nordafrika, Alistair Burt, sagte, über 40 Nationen seien in Istanbul anwesend und sie hätten nur ein Ziel: Gaddafi müsse gehen. Es sei wichtig, dem Gaddafi-Regime gemeinsam klarzumachen, dass es am Ende sei.

Die Rebellen kämpfen weiter an mehreren Fronten gegen die Truppen von Gaddafi. Die Nato hatte zuletzt erklärt, die Gaddafi-Einheiten seien durch die seit Monaten andauernden Luftschläge des Bündnisses in ihrem Operationsradius bereits stark eingeschränkt.

Der libysche Machthaber will sich aber noch lange nicht geschlagen geben. In einer Rede vor Anhängern in der westlich von Tripolis gelegenen Ortschaft Al-Adschajlat sagte er, die Libyer verteidigten in ihrem Kampf gegen “die Kreuzritter der Nato” die Ehre aller Araber und Afrikaner. Die Europäer bezeichnete er in der vom libyschen Fernsehen am Donnerstagabend veröffentlichten Audioaufnahme als “Feiglinge”.