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Lissabon: Wut gegen neue Sparmaßnahmen

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Lissabon: Wut gegen neue Sparmaßnahmen

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Tausende Menschen haben in Portugal gegen die Sparpolitik der neuen Mitte-rechts-Regierung protestiert. Die hatte zuletzt strengere Maßnahmen präsentiert, die über die Forderungen der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds hinausgehen. So sollen Privatisierungspläne beschleunigt und eine Sondersteuer auf die Gehälter erhoben werden.

Anabela Laraneira sagte, “ich bin hier, um gegen die Maßnahmen der neuen Regierung zu protestieren, die sind meiner Meinung nach unfair. Ich will gemeinsam mit den Arbeitern gegen die Erhöhung der Lebenskosten kämpfen.” Auch Ricardo Palona zeigte sich kämpferisch: “Ich habe Arbeit, aber die Lebensbedingungen sind derzeit schlecht und werden schlimmer. Ich bin hier, um für meine Interessen und die der Arbeiter zu kämpfen.”

Portugal, der dritte Pleitekandidat in der Eurozone, hatte im Mai eine Finanzspritze von 78 Milliarden Euro bekommen. Dafür musste sich die Regierung in Lissabon verpflichten, das Land in den kommenden drei Jahren grundlegend zu reformieren und zu sparen.