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Murdoch nun auch im Visier des FBI

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Murdoch nun auch im Visier des FBI

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Rupert Murdoch gerät immer mehr unter Druck: Im Skandal um illegale Abhörmethoden hat nun auch das FBI Ermittlungen eingeleitet. Mitarbeiter von Murdochs Medienkonzern News Corp sollen versucht haben, in den USA Telefone von Opfern der Anschläge vom 11. September anzuzapfen. Ein entsprechender Verdacht war in britischen

Medien geäußert worden. Vor Murdochs Haus in den USA versammelten sich Demonstranten, die seinem Konzern Profitgier vorwarfen.

Im “Wall Street Journal” verteidigte Murdoch seinen Konzern. Es sei wichtig, die Integrität von News Corp wiederherzustellen, sagte er. Kommende Woche müssen Murdoch, sein Sohn James und Verlagschefin Rebekah Brooks vor einem britischen Parlamentsausschuss aussagen. “Ich denke, sie haben unterschätzt, wie wichtig es für uns ist, den Vorwürfen auf den Grund zu gehen und sie nicht nur oberflächlich zu untersuchen”, so Therese Coffey, Mitglied im britischen Medienkomitee. “Aber sie haben das akzeptiert, ich glaube, sie wären eigentlich gar nicht in Großbritannien gewesen aber sie werden aussagen.”

Die britische Regierung hat Rupert Murdoch schnell ihre Sympathien entzogen. Premierminister David Cameron erklärte, Murdoch solle derzeit nicht an Zukäufe denken. Damit gemeint ist die geplante Übernahme des Senders BSkyB durch den Murdoch-Konzern, die nun vor dem Scheitern steht – nachdem schon die fast 170 Jahre alte Zeitung “News of the World” wegen des Skandals eingestellt werden musste.