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Banken: Spanier und Griechen spielen Stresstest-Ausfälle herunter

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Banken: Spanier und Griechen spielen Stresstest-Ausfälle herunter

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Europas Banken sind nicht alle krisenfest.

“Wir haben unser Haus noch nicht aufgeräumt”, sagte der Vorsitzende der Europäischen Bankenaufsicht EBA, Andrea Enria. Fünf spanische, zwei griechische und eine österreichische Bank waren bei deren Stresstest durchgefallen, 16 weitere von 90 Instituten erfüllten die Anforderungen nur knapp.
 
Die Finanzminister der Sitzenbleiber reagierten ihrerseits gestresst.
 
 
Elena Salgado, spanische Finanzministerin:
 
“Brauchen diese Banken, die beim Test durchgefallen sind, mehr Kapital oder frisches Kapital ? Wenn nicht, dann kann man das nennen wie man will, aber dann heißt das, sie sind nicht durchgefallen. Die wichtigste Frage ist, und da bestehe ich darauf: Brauchen diese Banken mehr Kapital, um mit einer extremen Situation fertig zu werden ? Die Antwort lautet nein.”
 
 
Nach Angaben der spanischen Zentralbank sollen vier kritisierte Sparkassen (“Cajas”) nun frisches Kapital vom Staat bekommen.
 
Auch in Griechenland ist der Staat für die beiden unterkapitalisierten Hàuser verantwortlich.
 
 
Evangelos Venizelos, griechischer Finanzminister:
 
“Die Kriterien waren außerordentlich streng, sie waren extrem. Und für die griechischen Banken waren sie noch strenger, weil griechischen Banken auch mit der nationalen Schuldenkrise zu tun haben. Aber das griechische Bankensystem kommt klar. Es hat genügend Kernkapital und erfüllt die Bedingungen des Kredit-Memorandums, die sind noch strenger.”
 
Im Memorandum of Understanding zwischen Athen und seinen Kreditgebern sind die Spar- und Privatisierungsprogramme für Griechenland festgeschrieben.
 
Der Stresstest hatte zwei Jahre Rezession, einbrechende Aktienkurse und steigende Zinsen simuliert, Katastrophen wie eine Pleite Griechenlands waren tabu.