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Italien ächzt unter Sparpaket

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Italien ächzt unter Sparpaket

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Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi auf dem Weg zum Krisentreffen mit Staatspräsident Giorgio Napolitano. Thema: Das milliardenschwere Sparpaket, das das Parlament in Rom vergangene Woche verabschiedet hatte.

In der Öffentlichkeit regt sich Kritik, während die Regierungspartner Uneinigkeit demonstrieren: Berlusconis Koalitionär Umberto Bossi von der Lega Nord etwa sträubt sich – zumindest nach außen – gegen die neue Praxisgebühr von 10 Euro. Die ist Teil des Sparpakets und muss ab sofort bezahlt werden.

Auch in den Notaufnahmen müssen Patienten künftig extra zahlen. Viele Bürger bemängeln, dass die Sparmaßnahmen des Landes vor allem die Schwachen treffen. Die Politiker blieben weitgehend verschont, und könnten viele ihrer Privilegien beibehalten.

Italien hat nach Griechenland den höchsten Schuldenstand in der Eurozone. Mit Hilfe der Sparmaßnahmen soll der Haushalt im Jahr 2014 ausgeglichen sein.