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Keine Fortschritte im Fall Strauss-Kahn

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Keine Fortschritte im Fall Strauss-Kahn

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Es ist ruhig geworden um Dominique Strauss-Kahn, ebenso um seine Anklägerin. Das Zimmermädchen, das von ihm attackiert worden sein soll, hat aber weiter ihre Unterstützer: Sie verlangen, dass die Anklage gegen den früheren Chef des Weltwährungsfonds aufrechterhalten wird.

Eine Frau sei körperlich misshandelt worden, und es gebe Genspuren des Täters, sagt Noel Leader, einer

ihrer Anführer. Sogar mit seinen halbherzigen Bemühungen habe der Staatsanwalt vor dem Richter

immerhin eine Anklage erwirken können. Und er fragt, was also seitdem geschehen sei, dass sich jetzt die Frau rechtfertigen müsse.

Allerdings bricht diese Anklage offenbar zusammen: Im Wesentlichen steht Aussage gegen Aussage – und das mutmaßliche Opfer hat sowohl in der Sache gelogen als auch vor einigen Jahren im Asylantrag: Das ist so schlecht für die Glaubwürdigkeit, dass sogar die Anklage selbst sich nicht mehr auf ihre Aussagen verlässt.

Ein zweiter Fall von möglichem Vergewaltigungsversuch erwartet Strauss-Kahn dann

noch daheim in Frankreich: Der Fall der Publizistin Tristane Banon ist aber lange her und schwer zu beweisen. Ein Untersuchungsrichter ermittelt – Ausgang offen.

In New York hat Strauss-Kahn seinen nächsten Termin vor Gericht am 1. August. Sein Anwalt William Taylor will darauf bestehen, dass alle Anklagepunkte fallen gelassen werden: Einen “Deal”

oder ein Schuldeingeständnis in einem kleineren Anklagepunkt schließt er aus.