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Auf den Tag genau vor 74 Jahren: Burma trauert um Aung San

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Auf den Tag genau vor 74 Jahren: Burma trauert um Aung San

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Am 19. Juli 1947 wird der Kämpfer für die Unabhängigkeit Birmas und de facto Regierungschef Bogyoke Aung San zusammen mit sechs weiteren Kabinettsmitgliedern und zwei Gefolgsleuten in Rangun erschossen. Für diese Morde wird der frühere Premierminister U Saw zum Tode verurteilt und gehängt. Aung San hatte sich schon als Student gegen die britische Kolonialmacht eingesetzt. Als Japan im Zweiten Weltkrieg die Kontrolle über Birma übernahm, wurde Aung San Armeechef. Später schlug er sich doch auf die Seite der Alliierten – gegen Japan. Und er begann die völlige Unabhängigkeit seines Landes von Großbritannien zu organisieren, doch er erlebte sie nicht mehr, sechs Monate vorher wurde Aung San getötet. Seine Tochter Aung San Suu Kyi, die zwei Jahre alt war, als ihr Vater starb, setzte seinen Kampf für Demokratie in Birma fort. Jahrelang erlegte die Militärjunta von Myanmar Aung San Suu Kyi einen Hausarrest auf, und 1991 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ihr Vater wird mit zahlreichen Denkmälern geehrt.

Auch an einem 19. Juli: Erste Frauenrechtskonferenz in New York (1848), In Paris wird die Metro eingeweiht (1900), Sandinistische Rebellen ergreifen die Macht in Nicaragua (1979), Anti-Mafia-Richter Borsellino wird bei der Explosion einer Autobombe auf Sizilien getötet (1992)

Am 19. Juli geboren: Edgar Degas (1834-1917), Neelie Kroes (1941), Ilie Nastase (1946), Atom Egoyan (1960), Vitali Klitschko (1971)