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Mutmaßlicher Kriegsverbrecher Goran Hadzic gefasst

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Mutmaßlicher Kriegsverbrecher Goran Hadzic gefasst

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Der als mutmaßlicher Kriegsverbrecher gesuchte Goran Hadzic ist gefasst worden. Der 52-jährige war die letzte noch gesuchte Schlüsselfigur aus den Bürgerkriegen beim Zerfall Jugoslawiens Anfang der neunziger Jahre.

Hadzic war damals Präsident der serbischstämmigen Minderheit in Kroatien. Die Krajina, das Gebiet der Serben, wollte sich von Kroatien abspalten.

Hadzic muss sich nun vor dem Jugoslawientribunal in Den Haag verantworten, wegen der damaligen Tötung und Vertreibung von Nicht-Serben aus der Krajina. Unter anderem geht es dabei um das Massaker von Vukovar, bei dem weit über zweihundert Menschen getötet wurden.

Hadzic war seit 2004 auf der Flucht; bis dahin lebte er offen in der serbischen Stadt Novi Sad. Als das Haager Tribunal Anklage und Haftbefehl gegen ihn erließ, wurde er aber offenbar gewarnt und konnte untertauchen.

Seine Verhaftung war seit langem eine Bedingung für die weitere Annäherung Serbiens an die EU. MIt der jetzigen Festnahme sind alle gefasst, die vom Haager Jugoslawientribunal gesucht wurden. Serbien hofft nun, schon bald EU-Beitrittskandidat zu werden.

Erst vor kurzem war Ratko Mladic festgenommen worden, ebenfalls seit langem gesucht. Auch er ist als Kriegsverbrecher angeklagt, in seinem Fall wegen der Geschehnisse im Bürgerkrieg in Bosnien. Auch sein Mitstreiter von damals, Radovan Karadzic, muss sich inzwischen in Den Haag verantworten – ebenso wie nun auch Goran Hadzic.