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Obduktion: Allende beging 1973 Selbstmord

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Obduktion: Allende beging 1973 Selbstmord

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Salvador Allende hat 1973 Selbstmord begangen – so wie auch bisher schon angenommen, aber immer wieder bezweifelt. Das ist das Ergebnis einer Obduktion durch Gerichtsmediziner.

Allende war damals Chiles Präsident. Gegen ihn war ein Staatsstreich entfesselt worden, mit dem der spätere Diktator Augusto Pinochet die Macht eroberte.

Allende, belagert und unter schwerem Beschuss im Präsidentenpalast, hatte wohl keine Wahl: Ihr Vater habe sein Leben selbst beenden wollen, sagt Allendes Tochter Isabel, anstatt sich demütigen zu lassen und auf irgendeine andere Art und Weise weiterzuleben.

Bis zu der Obduktion gab es auch die Ansicht, Allende sei von eindringenden Putschisten erschossen worden. An der Untersuchung nahmen chilenische und ausländische Fachleute teil. Nach ihren Angaben erschoss Allende sich mit einer Kalaschnikow.

Allende führte die erste gewählte sozialistische Regierung in Lateinamerika. Er hatte erbitterte Gegner im eigenen Land; dazu kam die Feindschaft der USA.