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UN erklärt Teile Somalias zu Hungergebieten

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UN erklärt Teile Somalias zu Hungergebieten

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Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch für Teile Somalias offiziell eine Hungersnot erklärt. Das ist die höchste von fünf Alarmstufen im Frühwarnsystem der Welternährungsorganisation FAO. Die FAO erklärt eine Hungersnot, wenn mehr als 30 Prozent der Kinder unterernährt sind und täglich 2 von 10.000 Menschen verhungern. In Teilen Somalias liegt die Sterblichkeitsrate bereits dreimal so hoch. Über 750.000 Menschen sind bereits aus Somalia geflohen.
 
Mehr als 10 Millionen Menschen sind am ganzen Horn von Afrika von Lebensmittelknappheit und Hungersnot betroffen. Dadaab an der kenianisch-somalischen Grenzen hat sich inzwischen zum größten Flüchtlingslager der Welt entwickelt. Jede Woche kommen hier 10.000 Hilfsuchende neu an.
 
“Ohne schnelle Hilfe werden wir sterben. Wo ist die UNO, wo die Islamische Welt? Bitte helft uns, wir leiden so sehr! Die Welt sollte handeln, um unser Leben zu retten”, klagt Habiba Dhahir.
 
Die UN planen jetzt eine der größten Notfalloperationen ihrer Geschichte und werben um internationale Unterstützung. Bis Ende September werden 200 Millionen Euro gebraucht. Unter anderem wird eine Luftbrücke nach Südsomalia erwogen. Vor allem Kinder in der Region sollen mit vitaminreicher Spezialnahrung versorgt werden.