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Eurokrise soll aus der Welt sein

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Eurokrise soll aus der Welt sein

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Griechenland wird gerettet und der Euro gleich mit – das ist, kurz zusammengefasst, das Ergebnis der Notgipfels zur Krise der Eurozone. Das neue Rettungspaket ist auf den Weg gebracht und dafür brechen die Staaten ein Tabu, indem sie den vorübergehenden Zahlungsausfall Griechenlands akzeptieren. EU-Ratspräsident Herman van Rompuy erklärte aber, dass damit die Tragfähigkeit der Schulden Griechenlands verbessert, das Risiko der Ansteckung gebannt und das Krisenmanagement der Eurozone erweitert worden sei.
 
Das Rettungspaket umfasst Maßnahmen wie günstigere Kredite und längere Laufzeiten und ist damit eine Art Marshallplan für Athen. Außerdem sind die privaten Anleger nun doch mit im Boot, und zwar nur auf freiwilliger Basis.

Der griechische Regierungschef blickt den auch gelassener in Zukunft: Diese Entscheidungen ebnen einen nachhaltigen Weg für die Entwicklung der griechischen Wirtschaft und auch für die Fähigkeit des Landes, seine Schulden zu bewältigen, so Giorgios Papandreou. Vor allem werde mit diesem Rettungsplan die Last auf den Schultern der griechischen Bevölkerung entscheidend erleichtert.
 
Die Rettungsaktion wird mit einem Gesamtvolumen von 109 Milliarden Euro beziffert. Das Paket stemmen die Euro-Partner, der Internationale Währungsfonds – und der Privatsektor zu fast einem Drittel. Damit dies nicht als Zahlungsunfähigkeit interpretiert wird, soll es einen Puffer geben, der einen möglichen “Zahlungsausfall” auf wenige Tage beschränkt.