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Festnahmen bei Protesten in Weißrussland

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Festnahmen bei Protesten in Weißrussland

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Bei Protesten in Weißrussland sind mehrere Dutzend Menschen festgenommen worden. Wie jeden Mittwoch gingen in Minsk und anderen Städten Menschen auf die Straße: Mit Schweigen und Händeklatschen protestierten sie gegen die Regierung und den autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko.

Nach Angaben der Bürgerrechtsorganisation Wesna in Minsk drohen den Festgenommenen in Eilverfahren Ordnungshaft und Geldstrafen. Seit Beginn der Aktionen im Juni haben Polizei und Geheimdienst rund zweitausend Menschen abgeführt.

Gegner des Lukaschenko-Regimes demonstrieren seit Wochen mit neuen Protestformen wie Klatschen oder Handyklingeln, nachdem Kundgebungen mit Sprechchören und Bannern stets niedergeschlagen worden waren. Die Behörden verhängen entweder Geldstrafen oder verurteilen die Demonstranten zu Ordnungshaft.

Die ehemalige Sowjetrepublik steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Deshalb wächst die Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der Politik Lukaschenkos, der sein Land im Stil alter Planwirtschaft führt.