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Griechen zwischen Zuversicht und Wut

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Griechen zwischen Zuversicht und Wut

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Demonstrativer Optimismus auf der einen, Aussichtslosigkeit und Wut auf der anderen Seite. In der Griechenlandfrage liegen die Meinungen weit auseinander. Während sich griechische Politiker zuversichtlich geben, sind die Bürger des Landes überwiegend sauer über die Sparmaßnahmen des hochverschuldeten Landes. Ein Ladenbesitzer sagte:

“Wir erwarten Hilfe von Frankreich und Deutschland. Zum Wohle Griechenlands, aber auch, damit wir nicht den Rest Europas nach unten ziehen, Italien zum Beispiel oder Portugal.”

Der griechische Wirtschaftsminister Michalis Chrysochoidis meint, es müsse sofort eine Entscheidung der EU her, alles andere sei ein langsamer Tod für Griechenland. Dennoch zeigte er sich optimistisch:

“Wir glauben, dass wir in den nächsten drei oder vier Jahren wieder ein Bruttoinlandsprodukt haben werden, das dem von 2009 entspricht, aber diesmal stabil ist. Ich glaube, unser politischer Wille ist sehr stark und wir glauben daran, dass wir unsere Ziele erreichen werden.”

So weit wollen die griechischen Taxifahrer aber nicht vorausdenken, ihnen macht die aktuelle Lage Angst. Mit Protesten und teilweise tätlichen Angriffen auf Polizisten machen sie ihrem Zorn über die Liberalisierung des Taximarktes Luft. Diese Liberalisierung ist Teil der Auflagen, die Griechenland im Gegenzug für die Finanzhilfen erfüllen muss.