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Katastrophenalarm: Schneechaos auf chilenisch

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Katastrophenalarm: Schneechaos auf chilenisch

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Was aussieht, wie das tiefste Sibirien, ist das derzeitige Schneechaos in einem Teil von Chile. Für acht Gemeinden hat die Regierung den Katastrophenzustand ausgerufen. Manche Gegenden liegen unter einer fast drei Meter hohen Schneeschicht begraben. Betroffen ist die Region Araukanien, etwa 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile.

Arbeiter versuchen emsig, Straßen und Wege freizuschaufeln, aber es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn ein Sturmtief könnte laut Meteorologen schon bald noch mehr Schnee über dem Gebiet abwerfen. Die Menschen nehmen’s wenn nicht gelassen, so doch mit Fassung. Eine Frau sagte: “Wir haben keinen Strom, aber wir müssen jetzt einfach damit leben.

Gott hat uns das Leben gegeben, wir müssen das beste daraus machen. Wohin sollten wir denn überhaupt gehen?” Mit Hubschraubern und Lastwagen bringen die Behörden Lebensmittel und anderes Material in die betroffenen Gebiete.

Viele Orte in der weitläufigen ländlichen Region sind entlegen und schwer zugänglich. In Chile ist zwar offiziell gerade Winter, dennoch ist der Schneesegen in diesem Jahr außergewöhlich heftig.