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Finanzminister: Griechen sollen sich am Riemen reißen

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Finanzminister: Griechen sollen sich am Riemen reißen

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In den kommenden drei Jahren soll Griechenland mit rund 160 Milliarden Euro gerettet werden. Die Politik ist erleichert, doch die Menschen in den Straßen von Athen blicken pessimistisch in die Zukunft. Für viele, so glauben sie, wird das Leben durch die ihnen auferlegten Sparmaßnahmen nur noch härter. Finanzminister Evangelos Venizelos appellierte an seine Landsleute: “Auch wenn wir jetzt noch ein Rettungspaket bekommen, müssen wir uns selbst weiter am Riemen reißen.”

Dazu haben jedoch die wenigsten Bürger Lust. Der Inhaber einer Kneipe im Zentrum Athens klagt: “Jedes Jahr wird es schlimmer. Ich nehme jetzt 70 Prozent weniger ein als noch vor drei Jahren. Und in anderen Branchen sieht es noch schlechter aus.”

Ein Straßenverkäufer meint: “Ich habe keine Hoffnung mehr. Es geht nicht aufwärts. Die Medien lügen das Blaue vom Himmel herunter. Ich glaube nicht, dass sich etwas ändert.”

So mancher Grieche fasst sich auch an die eigene Nase. Der Rentner Nikos Yanakopoulos (81) erklärt:

“Die Politiker haben ihre Pflicht erfüllt, jetzt liegt es am Volk. Aber das Volk tut nicht, was es tun müsste. Die Bürger sehen die Realität nicht. Die Verantwortung liegt jetzt bei uns.” Und sein Freund meint: “Griechenland ist in einer schwierigen Lage und daran sind wir selbst schuld.”