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US-Schuldenkrise geht in entscheidende Phase

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US-Schuldenkrise geht in entscheidende Phase

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Elf Tage vor dem drohenden Staatsbankrott scheint Bewegung in die Marathonverhandlungen über die US-Schuldengrenze zu kommen. US-Medien berichteten, Präsident Barack Obama und die Republikaner seien sich näher gekommen. Dies wurde allerdings vom Weißen Haus dementiert.

Obama gab sich vor Anhängern in Maryland indes kämpferisch, zeigte sich aber auch kompromißbereit.

Die USA seien ihren Zahlungen stets nachgekommen und würden das auch weiter tun.

Wenn das Haushaltsdefizit reduziert werde, müssten auch die reichsten Amerikaner und die größten Konzerne ihren Beitrag leisten.

Obama rief die Repulikaner auf, ihren Widerstand gegen Steuererhöhungen aufzugeben. Dies lehnten diese ab. Ihr starker Mann, der Präsident des Repräsentantenhauses John Boehner, bestritt in Washington, daß es eine Annäherung zwischen ihm und Obama gebe. Es gebe weder öffentlich noch privat eine Vereinbarung, sagte er. Das Wochenende in der US-Hauptstadt dürfte “heiß” werden.

Die Uhr tickt: Falls es bis zum Stichtag 2. August keine Einigung auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar (zehn Billionen Euro) geben sollte, droht der größten Volkswirtschaft der Welt die Zahlungsunfähigkeit. Experten befürchten dann unkalkulierbare Folgen für die Weltwirtschaft.